Zwei Hälften, vier Mannschaften

Spielbericht vom 9. März 2026
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Von Nicolai Lehnort
Wie sich die Geschichten auf beiden Seiten am Sonntagnachmittag in Weinheim doch glichen. „In der ersten Hälfte haben wir tollen Teamfußball gezeigt“, sagte Uniteds sportlicher Leiter Sükrü Cansiz. „In der zweiten Halbzeit war es gar nichts von beidem, weder ein Team noch Fußball.“ Auf der Gegenseite hatte Co-Trainer Oliver Kratzer wiederum keinerlei Erklärung für den Auftritt der TSG Lützelsachsen II in den ersten 45 Minuten, den er als „lustlos“ beschrieb: „Wir hatten eine gute Vorbereitung, aber was in der ersten Halbzeit passiert ist: keine Ahnung.“ Da führte der SC United die Zweitvertretung der TSG in der Fußball-Kreisklasse A am Sonntag vor und lag mit 3:0 in Führung. Dem Totalausfall auf der Gäste-, folgte aber die Arbeitsverweigerung auf der Heimseite, sodass Lützelsachsen den Rückstand mit einem Dreierpack von Torjäger Manuel Holz noch zum 3:3 egalisierte.
United legte auf dem Kunstrasen im Weinheimer Sepp-Herberger-Stadion los wie die Feuerwehr und traf nach zwölf Minuten durch Batuhan Kocapinar zum 1:0, nachdem Özdemir Gürsoy zuvor schon am Pfosten gescheitert war. Gürsoy war es auch, der nach 24 Minuten Gästekeeper Patrick Reiboldt testete, der den Ball klatschen ließ und so das 2:0 für Blerim Hyseni auflegte. Fünf Minuten später machte Berdan Ayarig die erste halbe Stunde für die Hausherren mit dem 3:0 perfekt.
Von Lützelsachsen war bis dahin gar nichts zu sehen. Nach „der lautesten Ansprache seit langer Zeit“, wie Kratzer verriet, kamen die Gäste aber wie ausgewechselt aus der Kabine – und mit Manuel Holz mit dem richtigen Mann auf der Bank. Der Torjäger traf fünf Minuten nach seiner Einwechslung zum ersten Streich (71.) und stand zehn Minuten später erneut dort, wo ein Knipser stehen muss, um die Kugel nach zwei flachen Hereingaben über die Linie zu drücken. Mit dem Selbstvertrauen des Doppelpacks im Rücken zog Holz in der 84. aus der Distanz ab und vollendete mit seinem Hattrick die Aufholjagd zum 3:3.
SC United Weinheim: Acik – Hyseni, Yücel (56. Benbougdi), Karabas, Gürsoy, Yilmaz, Yagmur (77. Sen), Güner, Kocapinar, Ayarig, Karlidag.
TSG Lützelsachsen II: Reiboldt – Ligendza, Fath, Hoffner, Matter (62. Stadlmüller), Rumpf (46. Matos), Kuchenbecker, Saf (66. Holz), Rech, Durling, Yumuk (62. Stiborsky).
Tore: 1:0 Kocapinar (12.), 2:0 Hyseni (24.), 3:0 Ayarig (29.), 3:1 Holz (71.), 3:2 Holz (81.), 3:3 Holz (84.).
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BILD: THOMAS RITTELMANN


